Mentalität

Den Livorniern wird gern ein übersteigerter Wille zur  Selbständigkeit nachgesagt. Die Insellage und die politische Entwicklung der Inseln bringt tatsächlich eine gewissen Distance zu den Staaten des Kontinents mit sich. Durch die Bedeutung des Seehandels ist der Austausch mit fernen Kulturen zwar seit jeher intensiv, doch politisch ist das KBA indes zurückhaltend in der internationalen Integration.

Die Menschen im Königreich beider Archipele sind unterschiedlich. Der Nordlivorner zeichnet sich durch Höflichkeit und Selbstbeherrschung, während die Menschen im Süden lebensfroh und offenherzig sind. Den Seeländern sagt man eine gewisse Unzugänglichkeit nach, wer aber einmal einen seeländischen Freund gewonnen hat, hat einen Freund fürs Leben. In Melba sind die Menschen ruhig, schwer einzuschätzen und zugleich gastfreundlich wie auch verschlossen. Der Volksmund sagt, die Melben seien geizig und stur – jedenfalls sind sie treu und heimatverbunden.

Die archipelischen Umgangsformen zeichnen sich durch eine ausgeprägte Höflichkeit und eine von manchem überseeischem Besucher als distanziert empfundene Zurückhaltung aus. Die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung siezt sich im alltäglichen Umgang, selbst unter Freunden, Kollegen, Studenten und Nachbarn. Schüler werden von ihren Lehrern gesiezt und in manchen Adelsfamilien auch die Eltern von ihren Kindern. Sowohl in der mündlichen wie in der schriftlichen Konversation sind Titel und Prädikate weit verbreitet und werden meist erwartet – üblicherweise wird nur der höchste Titel genannt. Es ist nicht davon auszugehen, daß jeder Professor oder Doktor den man in Livornien antreffen kann, auch tatsächlich eine akademische Ausbildung absolviert hat.

 

Höhepunkte im Jahr

Wichtige Festtage sind das Osterfest, das in der Bevölkerung sehr beliebte Fest der Anbetung der Heiligen drei Könige, das Weihnachtsfest, das an Popularität leicht hinter dem Dreikönigsfest steht, der Reformationstag, St. Nikolaus und die beiden Nationalfeiertage - der Krönungstag, der am 15. August gefeiert und der Andreastag, welcher am 30. November begangen wird. Die Höhepunkte des gesellschaftlichen Lebens in Livornien bilden die Eröffnung der Polosaison im Frühjahr, die Jagdsaison und die Eröffnung der Parlamentssitzungen, die jeweils ein respektables Publikum mobilisieren.

Als Höhepunkte der livornischen Ballsaison gelten der Débutantinnenball bei Hofe und der Livornische Marineball, der jeweils live im Fernsehen übertragen und intensiv in der einschlägigen Presse diskutiert wird. Der Maiball des Herzogs von Born ist ein Treffpunkt der livornischen Oberschicht – wer auf der Gästeliste steht, gilt als arriviert. Die Königliche Lienzer Regatta ebenso wie die Regatta des Sportclub Prinzenquai ziehen jeweils tausende Zuschauer an und werden in allen Medien ausgiebig berücksichtigt. Pferderennen und rennbezogene Wetten erfreuen sich größter Beliebtheit in allen Bevölkerungsschichten, verfügen jedoch über keinen jährlichen Höhepunkt, sondern werden ganzjährig intensiv nachgefragt.

 

Zeitzone

Livornien ebenso wie Melba befinden sich in der Zeitzone der Lienzer Standart Zeit (LSZ + 0), die aus dem Bedürfnis der Marineleitung nach einer einheitlichen Operationszeit für in unterschiedlichen Zeitzonen operierende Schiffe heraus entstanden ist. Die LSZ wird offiziell durch den Chronographen der Admiralität im Kriegshafen von Lienz festgelegt und täglich per Ausruf und publiziert und durch Glockenschlag angezeigt, was für exakte Zeitmessungen indes längst keine Bedeutung mehr hat. Die LSZ entspricht außerhalb der Simulation der UTC + 0 beziehungsweise der Greenwich Mean Time, weshalb im Livornischen Forum UTC + 0 gilt und somit gegenüber der MEZ eine Zeitverschiebung von einer Stunde besteht. Da es im Königreich keine Sommerzeit gibt, herrscht ein halbes Jahr eine Zeitverschiebung von zwei Stunden zur Mitteleuropäischen Zeit.

 

Mode

In Livornien wirkt eine kleine, hauptsächlich in Altburg beheimatete Haute Couture Szene, die sich bis 1995 stark an Orly orientierte und inzwischen auch vermehrt eigene Wege geht. Durch das vermögende Bürgertum, begüterte Touristen und den Adel verfügen kostspielige Modeanbieter über ein ausreichendes Kundensegment. An der jährlichen Unterberger Modeshow werden jeweils der interessierten Öffentlichkeit die neuesten Kreationen vorgestellt. Um eine Audienz bei Hofe wahrzunehmen muss man jedoch weiterhin klassisch in Uniform, Hoflivree oder Gesellschaftsanzug gekleidet sein. Livornien weist eine hohe Dichte an bisweilen kostspieligen und stets hochwertigen Schneidern, Schuhmachern, Hut- und Handschuhmachern auf.

Die livornische Herrenmode zeichnet sich durch taillierte Schnitte und eine im Vergleich zum Kontinent deutlich höhere Beliebtheit von Schößen aus, sodass der Frack, Cutaway und Gehrock verbreiteter als Smoking und Stresemannanzug sind. Jeder Schneider, der etwas auf sich hält, bietet seinen eigenen Gehrock nach individueller Philosophie an. Seit den 1970er Jahren sind Hüte in ihrer Beliebtheit zwar stark gesunken, jedoch nicht vollständig aus der Öffentlichkeit verschwunden.

Die Damenmode orientiert sich nach wie vor stark am merolischen Vorbild und zeichnet sich durch bunte Farben, bügelleichte Kleider und elegante Handtaschen aus. Pelze sind nach wie vor Bestandteil vieler Kreationen, jedoch aufgrund veränderter Nachfrage nicht mehr so häufig anzutreffen, wie vor 1990.

 

Gastronomie

Die Livornier sind ein familienfreundliches Volk, das gern und oft am häuslichen Tisch im Kreise der Verwandten zu gutem Essen zusammenkommt. Auch auswärts kehren die Livornier gern und oft ein. Die Gastronomie verfügt über ein dichtes Netz an Speise- und Schankwirtschaften, Nachtclubs und Bars in allen Preisklassen, deren Gäste oftmals stark nach Schicht und Klasse getrennt in Häuser ihres jeweiligen Milieus einkehren.

Im Bereich der gehobenen Küche ist der mebische Gastrokritiker Charles Gilbert de Montoyer der unangefochtene Inhaber der Deutungshoheit. In seinem in regelmäßigen Auflagen erscheinenden Restaurantführer mon guide vergibt er herausragenden Köchen und Restaurants Punkte, die äußerst begehrt sind. Fünf Punkte ist dabei das theoretische Maximum, das jedoch niemals vergeben wird, wobei er in seinem Tagebuch seiner Mutter sechs Punkte zugesprochen hat. Führend im haute cuisine Segment ist das Restaurant des Grand Hotels La Couronne Altburg, in dem Starkoch Tobias Auralt kocht (Stand 2014), der vier Montoyer-Punkte sein Eigen nennt. Auralt hat zudem auch seine eigene TV-Kochshow Tobi kocht! in der er zu zeigen versucht, wie mit einfachen Methoden und kostengünstigen, frischen Waren hochwertige Gerichte zubereitet werden können.

Eines der bekanntesten livornischen Gasthäuser, das in ansonsten eher untypischer Weise Gäste jedweder gesellschaftlichen Provenienz anzieht, ist das Blaue Pferd in Altburg, ein renommiertes Gasthaus mit gepflegter, gutbürgerlicher Küche im Herzen der Hauptstadt. Es ist bekannt für seine Spezialitäten der nordlivornischen Küche und seine ausgedehnten Öffnungszeiten, die von einigen Ruhetagen abgesehen meist von 6.00 Uhr morgens bis 2.00 Uhr nachts umfassen. Mit dem Gasthof zum schiefen Tor streitet sich das Blaue Pferd um den Titel des ältesten Wirtshauses der Stadt. Johannes Britt führt das Lokal, das er von seinem älteren Bruder Gerhard übernommen hat (Stand 2014). Gerhard erbte das Traditionshaus von seinem Vater Gerhard Britt sen., der ihm seine heutige Gestalt verlieh. 1991 gründeten Gerhard und Johannes die Britt Catering AG, der das Blaue Pferd seitdem gehört. Wer Altburg besucht, ohne die gedünsteten Miesmuscheln Britts probiert zu haben, hat das Schönste verpasst...

 

Medien

Die bedeutendsten Periodika des Königreiches sind die Neue Altburger Zeitung (N.A.Z.) mit konservativer Ausrichtung und das liberal orientierte Wochenblatt Lienzer Nachrichten (LN). Die Livornische Nachrichtenagentur LNA ist das Rückgrat der livornischen Medien. Im TV-Segment nimmt der staatliche Canal 1 den ersten Platz ein, in deutlichem Abstand gefolgt von Canal 2. Der Königlich Livornische Rundfunkt bietet mit KLR 1, KLR 2 und KLR 3 beliebte Radiosender an, die über UKW und digital übertragen werden.

 

Küche

Die livornische Küche besteht aus der am Hof orientierten haute cuisine und der vielfältigen Regionalküche. Die hohe Hofküche, die von renommierten Restaurants und Hotels gepflegt wird, zeichnet sich durch die Verwendung hochwertiger Stücke von Rind, Kalb und Lamm, schwere Saucen, teure Kräuter und Gewürze und aufwendige Verfahren der Zubereitung aus. Durch seine historischen Handelsbeziehungen haben Zucker, Kaffee, Kakau und Gewürze aus Übersee früh in die livornische Küche Eingang gefunden. Aus Fleisch und früher nur für die Oberschicht erschwinglichen Gewürzen aus den Kolonien werden traditionelle Pasteten angerichtet, die an keinem königlichen Bankett fehlen dürfen.

Die Landküche ist an den Küsten und auf im Seeland geprägt von Fisch, Meeresfrüchten und Eintöpfen mit Lamm oder Rind, von denen jedes Dorf ein eigenes Rezept hat. Im Landesinneren werden hunderte Sorten an unterschiedlichstem Käse gereicht und beliebte Weine gekeltert. Die Basis der Binnenküche auf dem Lande bilden marinierte Bratenstücke vom Rind, die mit Rosmarinkartoffeln und gedünstetem Gemüse gereicht werden. Aus Vidon stammen etwa zwei Dutzend unterschiedliche Formen von Pasta, die in jeder Gegend anders geformt und unterschiedlich lange getrocknet wird und nur zu der jeweils passenden Sauce gereicht werden darf.

Besondere livornische Spezialitäten sind broec, eine pikant gewürzte und geräucherte Wurst aus Schweine- und Kalbfleisch, in Rotwein eingelegter Sauerbraten und melbische petit fours, kleine Patisseriestückchen in unterschiedlichen Geschmacksrichtungen. Eine sehr beliebte Nachspeise ist poire vidonnayse, in Rotwein gekochte Birnen mit Zimt. Die livornische Confiserie zeichnet sich durch mannigfaltige gefüllte und Kombinationen aus Blätterteig, Schokolade und Vanille aus, wobei jedes Stück in den jeweiligen Regionen einen anderen Namen besitzt, was bisweilen zu Verwirrungen führt.

Aus Garùpano stammen die Aruna Schweine, die seit dem 16. Jahrhundert in in den Kolonien gezüchtet werden und zu allerlei gegrillten Speisen angerichtet werden. Garùpanische Rippchen werden im gesamten Königreich hochgeschätzt. Ebenfalls in Garùpano beheimatet sind die frei lebenden Bohélé Rinder, deren Fleisch hinsichtlich seiner Qualität zu den weltweit besten gezählt wird. Aus Haltberg stammt der weltberühmte Haltberger Schinken, der gesalzen und in 1500 m.ü.M. zwei Jahre luftgetrocknet wird.

Insbesondere in Haltberg und Niederlivornien wird aus alten Traubensorten eine Vielzahl an weißen und roten Weinen gekeltert. Aus Montenac stammt das Rezept eines traditionellen Weinbrands; Montenac ist heute eine geschützte regionale Bezeichnung und darf nur auf Weinbrand angewendet werden, der im Umkreis von zwei Kilometern vom Rathausbrunnen von Montenac gebrannt wurde.

 

Musik

In Livornien gibt es eine intensiv gepflegte Rezeption der Werke der klassischen Musik und vor allem im ländlichen Bereich eine auch bei jungen Menschen beliebte Volksmusikszene, die traditionelle Instrumente wie die Eronier Flöte Livorniertrommeln mit modernen Elementen kombiniert. Der Löwenanteil der gehörten Popmusik stammt von Künstlern aus dem Kontinent. Im 17. und 18. Jahrhundert bereicherte die Schaffenskraft zahlreicher heute eher weniger bekannter Komponisten die livornische Kultur, die besonders in der durch den Hof geförderten Kammermusik tätig waren. Nachhaltiger Beliebtheit erfreut sich bis in das 21.Jahrhundert das Opus des einstmaligen Hofkomponisten Ammadeus Schleiffstein. Für die Krönungsmesse von Philipp V wurde auch zeitgenössische Musik klassischer Stilrichtung komponiert und zudem der Philippsmarsch geschaffen, der als Nationalhymne dient. Das Introitus und das Sanctus der Krönungsmesse werden regelmäßig zu Gehör gebracht.

 

Bildung

Das livornische und das von ihm inspirierte ceymurische und orische Bildungssystem besteht aus drei Stufen. Nach dem freiwilligen Besuch eines nur von privaten und kirchlichen Stellen angebotenen Kindergartens beginnt nach der Einschulung die Bildungskarriere des jungen Livorniers mit der fünfjährigen Elementarschule. Danach wird die vierjährige Secundaria absolviert, mit der die obligatorische Schulzeit endet. Secundaria-Schulen bieten Grundbildungs- (G), Ergänzungs- (E) und Progymnasialstufen (P) an. Nach Bestehen einer Aufnahmeprüfung kann anschließend ein fünfjähriges Gymnasium besucht werden, das mit der Hochschulakzessprüfung abgeschlossen wird, die zur universitären Immatrikulation berechtigt. Das livornische Zensursystem kennt acht Prädikate von eins bis acht (1 = sehr schlecht, 2 = schlecht, 3 = nicht ausreichend, 4 = ausreichend, 5 = befriedigend, 6 = gut, 7 = sehr gut, 8 = ausgezeichnet/mit Auszeichnung).

Jede Schulstufe existiert in staatlicher und weit verbreitet auch in privater Trägerschaft. Die Regierung stellt die Einhaltung grundlegender Qualitätsstandarts und einheitlicher Prüfungsnormen bei Privatschulen sicher, beteiligt sich jedoch nicht an deren Finanzierung, was zu teilweise horrenden Schulgebühren führt. Die Königliche Marine und das Königliche Heer unterhalten eigene Secundariaschulen und Gymnasien, deren Zöglinge Angehörige der Streitkräfte sind und den Rang eines Kadetten bekleiden.

Livornische Universitäten sind horizontal in nach Fächern geordneten Fakultäten gegliedert, wobei diejenigen für Theologie, Jurisprudenz und Medizin zu den ältesten gehören. Die vertikale Gliederung der Studenten und Dozenten erfolgt durch Kollegien, welche die Traditionspflege, Kost und Unterkunft, die Bestellung von Selbstverwaltungsorganen und das Alumnenwesen organisieren. Die Aufnahme in ein Kollegium ist Voraussetzung für die Immatrikulation an der Universität. Die Schaffung von konfessionell neutralen Kollegien zu Beginn des 20. Jahrhunderts ermöglichte auch nichtchristlichen Studenten die universitäre Bildung. Für jüdische Akademiker gab es bereits seit dem Mittelalter Ausnahmeregelungen.

Mit Gründungsdatum 1432 ist das Collegium Bornense, eine Gesellschaft Königlichen Rechtes, das älteste universitäre Kollegium Livorniens. Das Borner Kolleg ist eine Königliche Stiftung zur Förderung der Wissenschaft und die älteste Burse Livorniens. Die Stiftung vereint Studenten und Absolventen der Universität Manua und unterhält einen hauseigenen Dozentenkorpus, der interne Lehrveranstaltungen anbietet. Zum Curriculum gehören neben den an der Universität gelehrten Fächern auch Reiten, Fechten, Politik und Rhetorik; auf die Pflege von Latinistik, Graezistik und Hebraistik wird besonderer Wert gelegt. Zöglinge des Kollegs, die während ihrer Studienzeit im Gebäude des Collegiums wohnen, müssen neben ihren Fachexamina zwei Hausprüfungen in Theologie und Heraldik ablegen, um zur Exmatrikulation zugelassen zu werden. Aufgenommen in das Collegium werden männliche evangelische Abiturienden, die entweder adliger Abstammung sind, Wehrdienst geleistet haben, oder über eine kirchliche Empfehlung verfügen. Der Stiftungsrat setzt sich zusammen aus dem Kanzler, der den Vorsitz führt, dem für die Finanzen zuständigen Schatzmeister, dem mit Urkunden und dem Zeremoniell betrauten Herold und dem Kaplan des Collegiums, der für den Schriftverkehr, die Bibliothek, das Archiv und die Seelsorge verantwortlich ist. Die operative Leitung obliegt dem durch den Stiftungsrat berufenen Regens, der mit beratender Stimme an den Sitzungen des Rates teilnimmt.

Die wichtigsten Universitäten Livorniens sind die Sebastian Universität Altburg und die Universität Manua. Letztere wurde 1397 von Graf Adalbert von Eronien mit päpstlicher Erlaubnis gegründet und ist somit die älteste Universität des Königreiches beider Archipele. Obwohl seit dem 19. Jahrhundert bei Dozenten und Studenten und seit 1950 auch hinsichtlich des finanziellen Volumens zahlenmässig von der Universität Altburg überholt, geniesst Manua weiterhin den Ruf einer Eliteuniversität. Unter anderen beherbergt sie mit dem Lutherisch-theologischen St. Andreas Kolleg die Ausbildungsstätte des lutherischen Klerus, mit der Schola Iuris die renommierteste Rechtsgelehrtenfakultät des Landes, mit der Georger Kriegsakademie die landesweit einzige Generalstabsausbildungsstätte der Streitkräfte, mit der Königlichen Militärakademie Manua des Heeres die Nachwuchsschmiede der Heeresoffiziere und mit dem Seminar der freien Künste eine der angesehensten Kompetenzzentren für Geistes- und Naturwissenschaften in Antica. Titularkanzler der Universität ist seit ihrer Gründung derjenige r.-kath. Bischof, welcher mit der Iurisdiktion über Eronien betraut ist in seiner Eigenschaft als Vertreter des Papstes, derzeit Titularbischof Hogo de Greet, Apostolischer Administrator von Livornien und Melba. Chancellier en remplacant ist der jeweils herrschende König von Livornien, zur Zeit Philipp V unter seinem Titel des Königs von Livornien. Das Amt des Vizekanzlers ist einer Königlichen Kommission übertragen, deren Vorsitzender als Erster Kanzleirath der Universitätscommission zu Manua dem corpus universitatis vorsteht. Amtierender Rektor ist Hofrat Prof. Dr. Dr. Oliver Aust.