Streitkräfte

Kriegsflagge     Seekriegsflagge

Kriegsflagge (links) und Seekriegsflagge des Königs

 

Der Streitmacht des Königreiches wird durch die Königlichen Streitkräfte gebildet, die unter dem Oberkommando der Krone stehen. Sie bestehen aus drei Teilstreitkräften, der Königlichen Kriegsmarine (35'000 Mann), dem Königlichen Heer (117'000 Mann im Feldheer ohne Reserve) und der Königlichen Luftwaffe (27'000 Mann). Den Königlichen Streitkräften sind eine Reihe von Aufgaben und Diensten zum Wohle der zivilen Gesellschaft anvertraut. So sorgt die Luftwaffe für die Luftraumüberwachung und zivile Flugleitung (2000 Mann) und die Marine für den Meteorologischen Dienst und die Küstenwache. Der Polizeidienst im Königreich wird durch die Königliche Gendarmerie (50'000 Mann) wahrgenommen, die zum Heer gehört, ebenso wie die Feuerwehr (30'000 Mann). Das Königreich beider Archipele kennt die Wehrpflicht für Männer, von der sich Stellungspflichtige jedoch aus Gewissensgründen befreien können. Nach Erfüllung des Grundwehrdienstes von 6 bis 24 Monaten je nach Funktion werden die Wehrdienstleistenden in die Reserve überführt.

Die Königlichen Streitkräfte beziehen ihren Fuhrpark und ihre Waffensysteme von livornischen Händlern wie der Montenac AG und der Altburger Werft, der Britt GmbH oder der Automobil- und Aviatikwerke Haltberg (AWH) und von Lieferanten aus Übersee.

Die nachrichtendienstliche Aufklärung und Analyse der Regierung Seiner Majestät wird durch den streitkräfteübergreifenden Königlichen Militärnachrichtendienst wahrgenommen, der umgangssprachlich auch oft schlicht als der Geheimdienst bezeichnet wird.

 

Königliches Heer

Heer

Das Königliche Heer besteht aus drei Komponenten: Dem Feldheer, das die militärischen Einsatz- und Unterstützungskräfte umfasst, der Königlichen Gendarmerie und der Feuerwehr. Das Feldheer besteht aus 37 Brigaden, die in acht Divisionen und vier Korps gegliedert sind. Davon bilden die in vier Divisionen gegliederten 22 Brigaden des II.  und III. Korps das Stehende Heer, während die übrigen Verbände aus Bataillonen der Reserve zusammengesetzt sind.

Dem Generalstab des Heeres sind an aktiven Verbänden das II. und III. Korps sowie die Artilleriebrigade 5 und die Logistikbrigaden 2 und 5 unterstellt. Das II. Korps umfasst direkt unterstellt die Heeresfliegerbrigade 1, die Logistikbrigade 3 und die Artilleriebrigade 4, sowie die Division der Königin (Grenadierbrigade Königin Margarethe, Mechanisierte Infanteriebrigade 12 und Haltberger Brigade) und die Melbische Division (Panzerbrigade 1, Mechanisierte Infanteriebrigade 13 und Gardekavalleriebrigade Altburg).

Das III. Korps verfügt über die Heeresfliegerbrigade 2, die Logistikbrigade 4, die Artilleriebrigade 3, die Übersee-Division 3 (Königliche Übersee-Brigade 5, Brigade du CCDO und Expeditions-Brigade 3) und die Infanteriedivision  23 (Melber Brigade, Fallschirmpionierbrigade Prinz Manuel, Haltberger Gebirgsjäger und Heeresfliegerbrigade 6)

Aus historischen Gründen gehören die meisten Verbände mit Kampfpanzern und einige mit leichten gepanzerten Fahrzeugen ausgerüstete Regimenter der Waffengattung Kavallerie an. Panzerverbände, die ab 1920 aufgestellt wurden, gehören dagegen der jüngeren Panzerwaffe an, wenngleich sie sich in Ausrüstung und Einsatzdoktrin nicht von den Kavallerieformationen unterscheiden. Lediglich im Parade- und Wachdienst sind einige Eskadrons noch beritten.

Das Bataillon wird in der Artillerie, der Panzertruppe und der Versorgungstruppe Abteilung genannt, derweil es in der Kavallerie gar nicht existiert und als Regiment in Abteilungsgröße geführt wird. Die Einheit wird in Garde und Gendarmerie als Geschwader, in der Kavallerie als Eskadron, in der Infanterie als Fähnlein und in den übrigen Waffengattungen als Kompanie bezeichnet. Untergliedert ist das Eskadron beziehungsweise Garde- oder Gendarmeriekavalleriegeschwader in Brigaden, das Garde- oder Gendarmerieinfanteriegeschwader in Kolonnen, das Fähnlein in Chaussignons und die Kompanie in Sektionen. Diese Teileinheiten werden in der Regel in drei Gruppen geordnet, die aus drei Trupps à vier Mann bestehen.

Früher war das Regiment die wichtigste Organisationseinheit des Heeres. Noch heute werden Rekrutierung, Grundausbildung, Traditionspflege, Veteranenwesen, Bestattungen sowie die Bestimmung von Uniformbild und Dienstgraden durch die Regimenter geregelt. In der Kavallerie entspricht ein Regiment einem Bataillon der übrigen Teilstreitkräfte, währendem ansonsten ein Regiment mehrere Bataillone derselben Waffengattung umfasst. Operativ sind die Bataillone heutzutage allerdings den Brigaden direkt unterstellt, die das Gefecht der verbundenen Waffen führen. Die Regimenter legen nebst den Gala-, Kampf- und Dienstanzügen auch Grangalauniformen fest, die sich an der Mode des 17. bis 19. Jahrhunderts orientieren und bis heute durch den Regimentsinhaber finanziert werden müssen.

Die Königlichen Streitkräfte verwenden als Handwaffen das Sturmgewehr OG 83 von AWH und die Maschienenpistole OMP 65 von Britt. Das Heer benutzt seit 1994 rund 120 Stück des mittleren Panzers MT 94 Rapier (technische Daten: 62 t Gewicht, 120 mm Kanone, 895 kW Dieselmotor, Höchstgeschwindigkeit 60 km/h) von AWH, der als Kampfpanzer und mit baugleichem Chassis auch als Panzerhaubitze, Brückenbaupanzer und Geniepanzer in Dienst steht. Seit 2003 wurde schrittweise etwa ein Drittel der MT 94 Flotte ausgemustert und durch bisher 30 Stück des neuen Kampfpanzers ST 03 Sponton (technische Daten: 65 t Gewicht, 120 mm Kanone, 1100 kW Dieselmotor, Höchstgeschwindigkeit 65 km/h) von Britt ersetzt. Nach schlechten Erfahrungen mit dem Spähpanzer RT 59 Axt (AWH) in Einsätzen in der Goldküste wurde im Jahr 2000 der Spähpanzer RT 99 Florett von Britt der Truppe übergeben, der den älteren RT 59 mittelfristig ersetzen sollte. Von Heer, Marineinfanterie und den Sicherungsregimentern der Luftwaffe verwendet wird der bei den Mannschaften beliebte Schützenpanzer VC 92 Bajonett, der als einziges gepanzertes Fahrzeug gilt, das in allen Teilstreitkräften verwendet wird. 2005 wurden bei Britt 25 Minenräumpanzer MT 03 Machete für das Heer bestellt, der im Jahr darauf auch in der Marineinfanterie eingeführt wurde.

 

Königliche Marine

Gösch

Gösch der Königlichen Marine

Die Seestreitkräfte der Krone werden de iure durch das alte Amt des Großadmirals geführt, welches einer Königlichen Kommission übertragen ist. Der amtierende Verteidigungsminister Seiner Majestät amtiert jeweils als Präsident der Admiralität, während weitere Beamte und Flaggoffiziere in ihr Einsitz nehmen. Der Admiralität unterstellt ist der Admiral der Flotte als operativer Kommandeur der Marine. Die Landstreitkräfte unterstehen dem Großmarschall des Königs, der im Namen der Krone dem Königlichen Heer vorsteht. Meist ist der Verteidigungsminister Großmarschall oder Großmarschalleutnant. Die operative Führung der Streitkräfte obliegt dem Generalstab der Streitkräfte unter dem Kommando des Generalstabschefs der Streitkräfte. Dem Großmarschall zur operativen Führung des Heeres unterstellt ist der Stabschef des Generalstabes des Heeres.

Die Königliche Marine bedient einem Stützpunktnetz von zehn Standorten, von denen vier für die Luftkräfte der Marine vorgesehen sind. Die Flotte nutzt vorrangig die beiden Kriegshäfen Lienz und Valent, sowie die kleineren Stützpunkte St. Peter auf Melba, Marinesektor San Sebastian in Garùpano, Pier-Südwest auf St. Etienne und Port-Philippe-04 in der Goldküste. In Altburg gibt es offiziell keinen Marinestützpunkt, obwohl im Altburger Hafen auch ein Sektor für Kriegsschiffe besteht. In Lienz befindet sich die Admiralität, das Arsenal, die Kommandostelle des Admirals der Flotte und das Hauptquartier der Marineinfanterie. Das Hauptquartier der Marineflieger befindet sich in einem Bunker der Luftwaffe auf dem Stützpunkt von Duley. Weiterhin unterhält die Marine mit den Marineflugplätzen Lienz, Haltberg, San Sebastian und Port Philippe einen Fliegerstützpunkt innerhalb jedes Luftverteidigungsbezirkes der Luftwaffe.

Archipelische Kriegsschiffe verwenden das Namenspräfix SMN (Sa Majesté Navire), das unabhängig von der Sprache des Schiffsnamens stets in romanischer Form verwendet wird und auch für Unterwasserfahrzeuge und kleiner als Schiffe klassifizierte Fahrzeuge Anwendung findet. Die Flotte besteht aus 35 aktiven Schiffen zusätzlich weiterer Fahrzeuge. Das Flaggschiff der Flotte ist der Flugzeugträger SMN Aigle mit dem Heimathafen Lienz, der für den größten Teil des Jahres zugleich auch das Flaggschiff der Trägerkampfgruppe ist. Das zweitgrößte Schiff der Flotte ist der Hubschrauberträger SMN Ruche, der in Valent stationiert ist. Der in Lienz beheimatete Raketenkreuzer SMN Incite ist nunmehr das einzige Schiff seiner Klasse, während die 1935 in Valent als Leichter Kreuzer in Dienst gestellte SMN Mirabelle zwar als veraltet gilt, jedoch weiterhin im aktiven Dienst steht und bereits zahlreichen Kampfwertsteigerungen unterzogen wurde.

Die Marine verfügt über vier Zerstörer, davon zwei der Faucon Klasse (die SMN Faucon und die SMN Pygargue) und zwei der Vautour Klasse (die SMN Vautour und die SMN Moineau). 1995 bis 2001wurden fünf auf U-Jagd spezialisierte Fregatten der Haltberg Klasse (SMN Haltberg, SMN Niederlivornien, SMN Seeland, SMN Garùpano und SMN Aalen) in Dienst gestellt. Seit 1970 dienen die mehrfach modernisierten und Kampfwertgesteigerten Fregatten der Raptor Klasse der Marine (SMN Raptor, SMN Ajax, SMN Aquila und SMN Palintona), die 2030 ausgemustern werden sollen. Die Flotte nutz daneben vier Geleitschutz-Korvetten der Thaddaueus Klasse (SMN Thaddaeus, SMN Harald, SMN Johannes und SMN Menno) sowie zwei Korvetten der Wilhelmina Klasse (die SMN Wilhelmina und die SMN Johanna).

Weiterhin verfügen die Seestreitkräfte über vier  P 99 Patroullienboote, sechs P 85 Patroullienboote, drei Landungsschiffe der Troja Klasse (SMN Troja, SMN Siège und SMN Bélier) acht M 95 Minenabwehrfahrzeuge und zwei M 03 Minenabwehrfahrzeuge, drei V 78 Versorgungsschiffe, zwei Segelschulschiffe (die SMN Prinz Johannes und die SMN Admiral Chevy), das R 98 Aufklärungssschiff SMN Forteresse, das V 91 Vermessungsschiff SMN Clément, sechs U-Boote, ein U-Boot Rettungssschiff, sechs Küstentransporter, 72 Hubschrauber, 26 F 95-X Kampfflugzeuge und 10'000 Marineinfanteristen.

1999 verabschiedete die Admiralität das Marineweißbuch Opera 2000, das die Einsatzdoktrin der Seestreitkräfte für das beginnende 21. Jahrhundert festlegte. Die eingehenden Analysen der Marinereformkommission der Admiralität offenbarten einen Mangel der Luftabwehrfähigkeit der livornischen Flotte, worauf die 2007 in Dienst gestellte SMN Chardon in Auftrag gegeben wurde. Fünf Schiffe der Chardon Klasse ergänzen seit 2010 die Flotte (SMN Chardon, SMN Lys, SMN Orchidea, SMN Bégonia und SMN Marguerite). Die operativen Fähigkeiten der Marine wurden im Weißbuch von 2000 an drei Grundaufträgen ausgerichtet: Der Schutz der Häfen und Küsten, die Verteidigung der Handelswege und die Fähigkeit zu offensiven Unternehmungen außerhalb der Heimatgewässer. Seit 2001 begann die schrittweise Umsetzung der zur Umsetzung des Konzeptes Opera 2000 notwendigen Restrukturierungen, wobei der Opera 2000 nie vollständig umgesetzt werden konnte. Die Trägergruppen wurden 2002 bis auf eine abgeschafft und die Einsatzgeschwader im Folgejahr reduziert und neu gruppiert. Die Verbände der Flotte wurden in zwei Klassen aufgeteilt, die ständigen Flottenverbände und die Einsatzverbände. Die ständigen Flottenverbände sollten rund um die Uhr die Einsatzfähigkeit begrenzter Kräfte sicherstellen, was eine hohe Zahl an gleichzeitig im Einsatz stehenden Schiffen notwendig machte und regelmäßig daran scheiterte, daß die Dockliegezeiten der Schiffe länger waren, als in der Planung vorgesehen. Zu den ständigen Flottenverbänden sollte die von Lienz aus operierende Trägerkampfgruppe gehören, in der jederzeit entweder die SMN Aigle oder die SMN Ruche bereit ist, das westastorische Patroulliengeschwader mit Hauptquartier im Kriegshafen Valent, das den Seeweg nach Garùpano sichert, sowie die Schutzverbände Livornien, Melba und Goldküste. Die ehemaligen Einsatzgeschwader wurden zur Klasse der Einsatzverbände, die innerhalb einer tabellarisch abgestuften Mobilisierungszeit weitere Wasserfahrzeuge zum Einsatz bringen sollten.

Die Trägerkampfgruppe hat den Auftrag, die offensive Operationsfähigkeit der Marine sicherzustellen und Eingriffe in größerer Entfernung, wie Operationen in der Goldküste, zu ermöglichen. Der Sollbestand der Gruppe setzt sich aus einem Träger, einem Lenkwaffenkreuzer, einem Zerstörer, zwei Fregatten, einem U-Boot und einem Trossschiff zusammen. Der Flugzeugträger SMN Aigle und der Hubschrauberträger SMN Ruche sollten sich nach den Planungen der Admiralität in der Einsatzbereitschaft abwechseln. Tatsächlich war in manchem Jahr bis zu sechs Monate keines der beiden Trägerschiffe einsatzbereit, da Instandsetzungsarbeiten oftmals länger als vorgesehen dauerten. Der Lenkwaffenkreuzer SMN Incite verfügt über keine Ablösung und steht als Komponente daher der Gruppe nicht ganzjährig zur Verfügung. Auch die Ablösung der V 78 Versorgungsschiffe gestaltet sich schwierig, da alle drei vorhandenen Fahrzeuge unter intensiver Beanspruch stehen. Nach Opera 2000 dienen von Januar bis März der Zerstörer SMN Faucon und die Fregatten SMN Niederlivornien und SMN Raptor in der Gruppe, von April bis Juni der Zerstörer SMN Pygargue und die Fregatten SMN Seeland und SMN Ajax, von Juli bis September der Zerstörer SMN Moineau und die Fregatten SMN Haltberg und SMN Aquila und von Oktober bis Dezember der Zerstörer SMN Vautour und die Fregatten SMN Garùpano und SMN Palintona. Die Zuteilung des U-Bootes erfolgt umregelmäßig, da die Dienstvorschriften auf U-Booten in Friedenszeiten aufgrund ihrer strengen Sicherheitsbestimmungen häufigere Überholung und nicht selten den Abbruch von Manövern verlangen, die nicht der Sicherheit der Verbandsschiffe dienen.

Das westastorische Patroulliengeschwader hat den Auftrag, die Seewege der archipelischen Handelsflotte und insbesondere denjenigen nach Garùpano zu überwachen. Es besteht aus einem Zerstörer, zwei Fregatten, einem U-Boot und einem V 78 Trossschiff. Letzteres kann indes nicht ganzjährig zur Verfügung gestellt werden, was die Verladung von Treibstoff, Vorräten und Munition für den Verband auf den Zerstörer notwendig macht. Nach Opera 2000 dienen im Geschwader von Januar bis März der Zerstörer SMN Moineau und die Fregatten SMN Haltberg und SMN Chardon, von April bis Juni der Zerstörer SMN Vautour und die Fregatten SMN Aalen und SMN Palintona, von Juli bis September der Zerstörer SMN Faucon und die Fregatten SMN Niederlivornien und SMN Raptor und von Oktober bis Dezember der Zerstörer SMN Pygargue und die Fregatten SMN Seeland und SMN Ajax.

Die Sicherstellung des Küstenschutzes Livorniens und der seeländer Inseln obliegt dem Schutzverband Livornien, der in Valent stationiert ist und planmäßig aus einer Fregatte, einer Korvette und zwei Patroullienbooten besteht. Für Januar bis März sind die SMN Aquila und die SMN Menno vorgesehen, von April bis Juni die SMN Lys und die SMN Harald, von Juli bis September die SMN Orchidea und die SMN Thaddaeus und von Oktober bis Dezember die SMN Bégonia und die SMN Johannes. Opera 2000 sieht die Zuteilung je eines P 99 und eines P 85 Patroullienbootes vor, die vorrangig für Aufgaben der Küstenwache eingesetzt werden.

Verteidigung und Küstenwache in Melba ist die Aufgabe des im Stützpunkt St. Peter stationierten Schutzverbandes Melba, der sich nach den Plänen theoretisch entweder aus einer Fregatte und einer Korvette oder aus zwei Korvetten zusammensetzt, die durch ein P 85 Patroullienboot ergänzt werden. Januar bis März dienen die Fregatte SMN Orchidea und die Korvette SMN Thaddaeus im Verband, April bis Juni die Korvetten SMN Wilhelmina und SMN Harald, Juli bis September die Fregatte SMN Chardon und die Korvette SMN Menno und Oktober bis Dezember die Korvetten SMN Johanna und SMN Johannes.

Das Königreich beider Archipele stellt dem Commando du conseil de défense orien (CCDO) ganzjährig den Schutzverband Goldküste zur Verfügung, der die orischen Küsten sichert und die archipelische Operationsfähigkeit im westnericanischen Raum sicherstellt. Das Geschwader ist in Port-Philippe-04 stationiert und operativ nicht dem CDO, sondern dem Kommando in Lienz unterstellt. Dem Verband sind eine Fregatte und zwei Patroullienboote zugeteilt. Von Januar bis März dient die SMN Marguerite in Nerica, von April bis Juni ist die SMN Bégonia dem CCDO zugeteilt und von Juli bis September erneut die SMN Marguerite, die im Oktober bis zum Jahresende von ihrem Schwesternschiff SMN Lys abgelöst wird. Die geplanten Patroullienboote, je eines vom P 85 und P 99 Typ, können in Zeiten erhöhten Schiffsverkehrs in der livornischen See nicht immer gestellt werden.

An nicht jederzeit verfügungsbereiten Einsatzverbänden verfügt die Marine über das Landungsgeschwader, das die Mobilität des Heeres über die Küsten des Heimatlandes hinaus gewährleistet. Es besteht aus den Landungsschiffen SMN Troja, SMN Siège und SMN Bélier, dem Kreuzer SMN Mirabelle, der trotz seines hohen Alters eine beachtliche Feuerkraft zur Unterstützung von Landungsverbänden ins Feld führen kann und einem V 78 Versorgungsschiff. Das Minenabwehrgeschwader II verfügt über drei M 95 und zwei M 03 Minenabwehrfahrzeuge, während dem Minenabwehrgeschwader III fünf  M 95 Minenabwehrfahrzeuge und das V 91 Vermessungsschiff SMN Clément zugewiesen sind. Die Segelschulschiffe SMN Prinz Johannes und SMN Admiral Chevy bilden das Schulgeschwader der Marine. Dem Trossverband gehören sechs Küstentransporter und das R 98 Aufklärungssschiff SMN Forteresse an. Die U-Boote, die nicht einem ständigen Flottenverband zugeteilt sind, befinden sich auf der Schiffsliste des U-Bootgeschwaders I, ebenso wie das U-Bootrettungsschiff. Das U-Bootgeschwader II ist ein reiner Lehrverband mit Personalreserve für das Einsatzgeschwader.

Das Korps der Königlichen Marineinfanterie besteht aus zwei Divisionen von der Größe einer Heeresbrigade, denen je fünf Bataillone zugeteilt sind. Die Marineinfanterie sichert die Schiffe und Stützpunkte der Marine und übernimmt die militärpolizeilichen Aufgaben innerhalb der Seestreitkräfte. Sie ist mit Schützenpanzern des Typs Bajonett ausgerüstet, um als mechanisierter Infanterieverband Landoperationen durch Aufklärung und Flankenschutz zu unterstützen und verfügt über Hubschrauber sowie eine amphibische Abteilung mit Landungsbooten zur Gefechtsverschiebung von See aus. Die Königliche Marine unterhält in Lienz eine Kompanie Kampfschwimmer, die nicht zur Marineinfanterie gehört, jedoch eng mit ihr zusammenarbeitet. Sie wird für Sicherungsaufgaben, getauchte Minenleg- und Räumaktionen und für Kommandooperationen unterschiedlicher Art eingesetzt.

 

Königliche Luftwaffe

Luftwaffe

Die Königliche Luftwaffe wurde 1951 gegründet und ist damit die jüngste Teilstreitkraft. Da die bodengestützte Luftabwehr zu großen Teilen durch das Heer und die Verteidigung des Luftraumes über den Küsten und Marinestützpunkten sowie die offensiven Luftoperationen im Ausland von der Marinefliegerkomponente übernommen werden, ist die Königliche Luftwaffe vergleichsweise klein.

Ihre beiden wichtigsten Aufträge sind neben dem gemeinsam mit der Marine durchgeführten Luftraumsicherung die Sicherstellung der Offensivfähigkeit der Königlichen Streitkräfte durch Luft-Boden-Waffensysteme im archipelischen Hoheitsgebiet und den Hoheitsgewässern und die Aufrechterhaltung der Luftbeweglichkeit der Landstreitkräfte. Die Luftwaffe verwendet 21 F 90 Kampfflugzeuge von AWH und sieben Anjoux Transportflugzeuge, ebenso wie 54 F 95-X Abfangjäger, die auch von der Marine eingesetzt werden. Dazu kommen fünf einsatzbereite und sieben geplante Transporthubschrauber C 02. Die Kampfhubschrauber der Streitkräfte sind dagegen dem Heer zugewiesen.

Die Luftwaffe ist in Luftverteidigungsbezirke im Rang einer Division gegliedert. Seit 1990 bestehen noch deren vier: Nord, Süd, Astor und Nerica-St.Etienne. Jedem sind ein bis zwei Geschwader mit mehreren Staffeln à vier Maschinen zugeteilt. Die Verteidigungsdoktrin sieht vor, daß innerhalb jedes Luftverteidigungsbezirks jederzeit ein (in Astor und Nerica-St.Etienne je zwei) Kampfflugzeug entweder der Luftwaffe oder der Marine startbereit ist.

Die Königliche Luftwaffe verfügt über sieben Stützpunkte. Weitere kleinere Anlagen mit Höhenfeuern, Luftabwehrstellungen und Radaranlagen sind über das gesamte Hoheitsgebiet und die Goldküste verteilt. Das Hauptquartier der Luftwaffe befindet sich im Palais Irthenerth in Altburg und beherbergt den Generalstab der Luftwaffe und das Hauptquartier der Sicherungstruppen. Der größte Militärflugplatz des Königreiches ist der militärische Sektor des Flughafens Altburg-Breeda International, der das Hauptquartier des Luftverteidigungsbezirks Nord und zwei Geschwaderstützpunkte umfasst. Der melber Militärflugplatz Genova verfügt über ein stationiertes Geschwader und unterirdische Treibstofflager sowie Boden-Luft-Raketen und gehört zum Luftverteidigungsbezirk Nord. Der Militärflugplatz Duley in Niederlivornien ist das Hauptquartier des Luftverteidigungsbezirks Süd. Auf dem Gelände von Duley liegt das Luftoperationszentrum der Königlichen Luftwaffe in einer unterirdischen Bunkeranlage, dem bei Bedarf auch die Marineflieger unterstellt werden können. Der Luftverteidigungsbezirk Astor bedient sich des Militärflugplatzes Urulanay bei San Sebastian. Der Stützpunkt Urulanay umfasst neben dem Flugplatz auch den Raumbahnhof Garùpano, der aufgrund der Äquatornähe des Gebietes in den garùpanischen Regenwald gebaut wurde. Hauptquartier des Luftverteidigungsbezirks Nerica-St. Etienne ist der Stützpunkt Neufvidon in der Goldküste. Zum selben Bezirk gehört der kleine Militärsektor des Flughafens Port au Prince auf St. Etienne.