Religion

Bis ins 19. Jahrhundert waren bis auf Reisende und Gesandte alle Menschen in Livornien und Melba Christen, sofern sie nicht zur alteingesessenen jüdischen Minderheit gehörten. Durch Migrationsbewegungen, die vor allem Menschen aus den Überseegebieten auf die Inseln brachten, gewannen weitere Religionen an Zulauf. 40 % der Bevölkerung gehören der Lutherischen Kirche an. 15 % sind reformiert und 8 % der Livornier bekennen sich zum katholischen Glauben. 4 % sind altkatholisch, 4 % saltitisch-orthodox und 3 % Baptisten. 1 % sind jüdisch, 2 % hinduistisch und 2 % gehören dem Islam an. Auf verschiedene andere Bekenntnisse fallen 1 %, während 20 % konfessionslos sind.

Die größte Religion auf den Archipelen ist das Christentum. Seine Mehrheit gehört der Lutherischen Kirche an, die eine staatskirchenähnliche Stellung einnimmt. Die Kirche verfügt über in apostolischer Sukzession stehende Bischöfe, die in der Reformationszeit den evangelischen Glauben promulgiert haben. Im Herzen des mittelalterlichen Stadtkerns von Altburg steht der gotische Altburger Dom. Der früheren Basilika des Patriarchen von Altburg und ganz Livornien ist das Patrozinium des Hl. Andreas sowie Mariä Verkündigung zugeordnet. Seit der Reformation ist der Dom ein lutherisches Gotteshaus. Dem König von Livornien steht traditionell die Würde des Ehrendomdekanenamtes zu, während das Domkapitel, das Reformation wie auch sämtliche Mediatisierungen überlebt hat, de facto vom Domvikar geleitet wird. Der Erzbischof von Altburg residiert im erzbischöflichen Palais gegenüber des Domes. Ihm steht das Privilleg zu, als Großalmosenier des Königs im Kronrat Einsitz zu nehmen. Im alten Refektorium des Domkapitels des neben dem Dom liegenden Kapitelhofes ist das Arbeitszimmer des Domvikars eingerichtet. Fresken aus dem 9. Jahrhundert erlauben indes im Winter nur eingeschränkt eine Beheizung des Raumes, was seine Verwendung als Büro einschränkt.

Die kleinere reformierte Kirche ist presbyterial und dezentral organisiert und zeichnet sich durch einen hohen Grad an Gemeindeautonomie aus. Die Presbyteriale Kirche Borns, der Evangelisch-Kongregationalistische Gemeindeverbund in Niederlivornien, die Synode der Evangelischen Gemeinden von Seeland, die Johannitischen Brüder der Minoritätskirche zu Haltberg, die Reformierte Synode von Melba und die Reformierte Gemeinde Gùrapanos bilden gemeinsam den lockeren Dachverband der Reformierten Kirchen von Livornien und Melba. Mit der Synode der reformierten Kirchen von Livornien und Melba verfügt sie über ein zentrales Organ, das von einem Präses geleitet wird.

Die katholische Kirche ist besonders im Süden Livorniens stark. Das St. Andreas Stift zu Gusançons des Weißen und Kanonischen Ordens der Prämonstratenser ist das Zentrum des livornischen Katholizismus. Im Spätmittelalter war die Stiftskirche einer der wichtigsten Wallfahrtsorte des Königreiches. Im Zuge der Gegenreformation entwickelte sich das Chorherrenstift rasch zum Mittelpunkt der vornehmlich im Raum Vidon und Valent konzentrierten Rekatholisierungsbewegung. Die Prämonstratenser-Chorherren versehen heute die Seelsorge in den sieben katholischen Pfarreien Livorniens in Altburg, Gusançons, Haltberg, Elberg, Lienz, Valent und Brisken. Abt Hugo de Greet ist Titularbischof von Thagaste und als apostolischer Administrator von Livornien und Melba der Ortsordinarius im Königreich beider Archipele, was der Stiftskirche St. Andreas den Titel einer Prokathedrale verleiht. Abt Hugo de Greet ist Titularbischof von Thagaste und als apostolischer Administrator von Livornien und Melba der Ortsordinarius im Königreich beider Archipele, was der Stiftskirche St. Andreas den Titel einer Prokathedrale verleiht.

Aus der ehemaligen Kolonie Goldküste sind zahlreiche Angehörige der Saltitisch-Orthodoxen Kirche nach Livornien gekommen, die älter als das livornische Christentum ist und sich wie Livornien auf den Apostel Andreas zurückführt.

In Livornien leben rund 400'000 Juden, die seit dem Mittelalter unter königlichen Schutz gestellt sind. Seit Jahrhunderten leben sephardische und aschkenasische Juden in Livornien; letztere leben vor allem in Altburg und Lienz. In Altburg gibt es drei Synagogen: Das sephardische wie das aschkenasische Oberrabbinat Altburg unterhalten jeweils ein Gotteshaus mit orthodoxer Gemeinde. 1857 erbaute der Israelitische Kultusverein Livorniens eine Synagoge in Unterberg, die orthodoxen wie liberalen Gläubigen eine Heimat bietet und von einem orthodoxen Rabbiner geleitet wird. Weitere Gemeinden existieren in Lienz, Brisken, Haltberg und auf Melba.