Transmartinien

Transmartinien ist eine östlich von Nerica gelegene Kolonie des Königreiches beider Archipele. Sie besteht aus den zwei Inseln La Tourdenaille und Petit Colline und zählt insgesamt circa 20'000 Einwohner.

 

Politik

Die Kolonie verwaltet sich innenpolitisch durch gewählte Organe selbst und entsendet ebenso wie St. Etienne keine Abgeordneten nach Altburg. Der Conseil principal besteht aus acht gewählten Abgeordneten, von denen drei zu Commissaires gewählt und durch den Gouverneur ernannt werden und die Regierung bilden. Der Gouverneur steht den Sitzungen der Regierungen vor und fertigt die durch den Conseil principal beschlossenen Gesetze aus. Als Gouverneur en titre amtiert derzeit Graf Juan d'Selva. Die Bewohner der Kolonie besitzen die Staatsangehörigkeit Transmartiniens und als archipelisch-transmartinische Untertanen Seiner Majestät das Recht, ohne Begrenzungen in das Mutterland einzureisen und Waren ein- und auszuführen.

 

Wirtschaft

Als Währung dienen von der Livornischen Zentralbank hergestellte Münzen und Scheine des florin asurique (fl. asur.), der im Verhätlnis von 1:1 an den Gulden beider archipele (fl. ar.) gekoppelt ist. Vielfach werden auch Scheine des Guldens beider Archipele verwendet. Neben der Fischerei und der Landwirtschaft leben die Einheimischen hauptsächlich vom Tourismus. Die strukturschwache Region wird überwiegend durch Zahlungen aus Altburg finanziert. Transmartinien ist der einzige Teil des Königreiches beider Archipele und seiner Überseegebiete, der nicht an das internationale Flugnetz angeschlossen ist. In Notfällen können kleine Maschinen auf der Landebahn des Militärbezirks Graf Anton landen. Die Verkehrsanbindung der Kolonie besteht aus Handelsschiffen, die zwischen Altburg und Transmartinien verkehren und Passagiere transportieren, sowie Fährverbindungen zur naheliegenden nericanischen Küste.

 

Geschichte

Die Inseln wurden im Jahre 1734 auf der Zweiten Fahrt von Kapitän Pierre Renard entdeckt und für die Krone beansprucht. Aufgrund seiner strategisch bedeutenden Lage entlang wichtiger Schiffahrtsrouten nach dem Osten unterhielt die Königliche Marine auf La Tourdenaille einen Stützpunkt. Im 18. Jahrhundert erlangten die Inseln zweifelhafte Berühmtheit als Ausgangspunkt gefürchteter Korsaren, die mit einem Kaperbrief des Königs von Livornien die Gewässer der Region unsicher machten. 1944 gab es in Altburg Bestrebungen, das hohe Kosten verursachende Überseegebiet in die Unabhängigkeit zu entlassen, die aufgrund der ablehnenden Haltung der Einheimischen nicht weiterverfolgt wurden.

  

Verteidigung

Transmartinien ist nur in geringem Maß durch durch die Königlichen Streitkräfte geschützt. Am Fuße des Mont St. Michel liegt ein eingezäuntes Gebiet, das den Königlichen Streitkräften zur Verfügung steht. Eine Radaranlage, eine von Unkraut überwucherte Landebahn, ein unterirdisches Munitionsdepot, ein verlassener Torpedobunker an der Küste und ein als Garage dienender alter Geräteschuppen dienen dem unter dem Jahr meist nie die Sollstärke von 9 Mann erreichenden Kontingent Transmartiniens. Für den Verteidigungsfall besteht mit dem Régiment de Tourdenaille et Petit Colline eine lokale Miliz in Form eines Regimentes in Kompaniestärke, in dem einheimische Freiwillige dienen.

 

Sport

Überregionale Bekanntheit erlangen konnte die kleine Kolonie durch die Erfolge ihrer Fußballmannschaft Transmartinien United. Sehr beliebt ist das Rudern, besondern im März wenn der Große Preis von Transmartinien ausgetragen wird und die Rudervereine von Petit Colline und La Tourdenaille um die Inseln rudern. Der mitgliederstarke Rugby Club Transmartinien organisiert jährlich eigene Turniere, an denen verschiedene Amateurteams gegeneinander antreten. Da Transmartinien kein Polofeld besitzt, wird meist eine Variante mit drei Spielern pro Mannschaft auf kleinerem Feld gespielt. Aktive und ehemalige Offiziere organisieren die Turniere der lokalen Sektion des Polovereins der Gardekürassiere.